Aktuelles

Demo für ein vielfältiges und buntes Frankfurt

Das LSBT*IQ Community Bündnis in Frankfurt ruft zur Demo gegen die Tagung „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ auf, die an der JWG Uni am 13.4. und 14.4. stattfinden wird. wie ihr vielleicht schon gehört habt, soll vom 13.04.18 bis zum 15.04.18 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt die Veranstaltung „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ stattfinden. Schaut man sich das Tagungsprogramm statt, fällt vor allem auf, dass die Referent*innen in der Analyse von häuslicher Gewalt das Geschlechterverhältnis völlig außen vor lassen und Männer als „versteckte“ und verdeckte Opfer erachten. Frauen wird demgegenüber abgesprochen, Opfer zu werden; es seien immer beide an der Gewaltspirale beteiligt. In einigen Fällen trifft das sicherlich zu, aber eben in den meisten Fällen nicht. Bei häuslicher Gewalt geht es gerade im heterosexuellen Kontext auch um die Durchsetzung patriarchaler Machtverhältnisse. Hier: Diskussion – Fehlanzeige!

Zudem ist einer der Organisator*innen und Referent*innen bekannt dafür, eine große Nähe zu Evangelikalen zu pflegen, die sich nach wie vor für Konversionstherapien für Lesben und Schwule einsetzen. Es gibt auch heute noch evangelikale „Therapeut*innen“, die Homosexualität als Krankheit ansehen, die geheilt werden könne.

Es gibt also einige handfeste Gründe, sich gegen diesen Kongress zu stellen.

WIR RUFEN ZUR DEMO AUF! Samstag, den 14.04.2018, ab 12:00 Uhr, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/240063373205415/

 


Wir suchen  Berater*innen für unsere zugehenden Beratungsangebote

Wir freuen uns über Verstärkung unserer Teams in
* Frankfurt und
* Kassel

Unsere Anforderungen:
Der/die Berater*in muss eine abgeschlossene Ausbildung in der psychosozialen Beratung nachweisen, oder aber in der letzten Phase der Ausbildung sein. Bevorzugt werden Menschen, die eine Ausbildung zur systemischen Beratung haben.
Der/die Berater*in muss befähigt sein, selbstständig zu arbeiten und sich mit den Kolleg*innen zu organisieren. Auch sollte sie zeitlich flexibel sein. Zudem muss sie eine enge Anbindung an die lesbischen, trans* oder queeren Communitys haben,da von uns der community-basierter Beratungsansatz zentral ist.

Wir bieten:
ein Arbeitsverhältnis auf Honorarbasis, je nach Weiterentwicklung der Angebote zwischen 3 und 6 Std. pro Woche. Bereitschaftszeiten werden mit 50% des Honorars vergütet. Ihre Interessensbekundung richten Sie bitte an nachfolgende Adresse:
Kontakt:
Broken Rainbow e.V.
Kasseler Str. 1A
60486 Frankfurt
E-Mail: frankfurt@broken-rainbow.de


Unsere Vereinsgründerin Dr. Constance Ohms erhält den Ehrenpreis der LAG Lesben in NRW:  CouLe – Couragierte Lesben

Der CouLe Preis für couragierte Lesben ergeht dieses Jahr an unsere systemische Beraterin und Geschäftsführerin* der Beratungsstelle, Constance Ohms. Der Preis wird zum zweiten Mal verliehen und erging im vergangenen Jahr an Prof. Dr. Maria do Mar Castro Varela. Die Vorgängerin des CouLe Preises ist der Anita Augspurg Preis, den unter anderem Prof. Susanne Baer, Richterin am Bundesverfassungsgericht, Myriam Müntefering, Autorin, Gudrun Fertig und Manuela Kay oder Maren Kroymann und andere Persönlichkeiten, die sich für Lesben eingesetzt haben, erhalten haben.

Ich bin sehr stolz auf diesen Preis, er ist der erste, den ich aus der Community erhalte. Das ist für mich etwas sehr Besonderes.“  Es ist nunmehr 25 Jahre her, dass Constance Ohms im Orlanda Frauenverlag das Buch “Mehr als das Herz gebrochen – Gewalt in lesbischen Beziehungen“ veröffentlichte und damit ein großes Tabu ins Licht der Öffentlichkeit rückte. Mit diesem Buch wird sie auch über die Grenzen der lesbischen Community hinaus bekannt. Das Buch ist der Beginn ihrer umfassenden publizistischen Tätigkeit rund um das Thema Gewalt in lesbischen, mittlerweile auch queeren, Beziehungen. Es ist aber auch der Beginn ihrer Forschungs- und Beratungstätigkeit für Lesben, Trans*  und queere Menschen. Sie ist Aktivistin, Wissenschaftlerin und ist eine der wenigen Expertinnen auf dem Gebiet der häuslichen Gewalt in gleichgeschlechtlichen und trans* Beziehungen. Mit ihrer beharrlichen Aufklärungsarbeit hat Constance Ohms auch das Selbstbild von der friedfertigen, lesbischen Frau ins Wanken gebracht.

In 2003 hat sie mit Mitstreiterinnen den Verein Broken Rainbow gegründet, dem sie bis heute eng verbunden ist. Der Verein ist inzwischen Träger der Beratungsstelle gewaltfreileben, deren Geschäftsführerin sie nunmehr ist. Hier berät sie Lesben, Trans* und queere Menschen, die Gewalt oder Diskriminierung erlebt haben.

Auch wir sind sehr stolz, dass unsere Vorstandsfrau und Vereinsgründerin den CouLe Preis erhält und sich damit in eine sehr ehrwürdige Reihe von Preisträgerinnen einreiht. Herzlichen Glückwünsch!

Der Festakt zur Verleihung der CouLe, moderiert von der Moderatorin Dr. Ann Marie Krewer, findet am 10. Juni 2018 in Bochum statt.


 Unsere Beratungsangebote in 2018

Die Beratung an der JWG Universität findet donnerstags von 15h bis 18h statt: Gebäude PEG, G2.215 (Feministischer Salon).

Eine telefonische Beratung ist dienstags bis donnerstags von 14h bis 18h möglich.

Eine Beratung per Live-Chat ist montags bis mittwochs von 14h bis 18h möglich, donnerstags von 14h bis 22h. Datenschutz und Anonymität sind selbstverständlich.

Eine Beratung in einem virtuellen Beratungszimmer ist nach Vereinbarung möglich.

Wir gewährleisten eine Antwort auf E-Mail Anfragen innerhalb von 2 Tagen.

 

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an das bundesweite Notruftelefon für Frauen*: 0800 0116 016


Angeleitete Selbsthilfegruppe für Angehörige und Zugehörige transgeschlechtlicher Menschen: 14tägig immer dienstags

Mit dem Angebot einer angeleiteten Selbsthilfegruppe möchten die Aidshilfe Frankfurt und die Beratungsstelle gewaltfreileben fundierte Informationen zu Transsexualität/Transidentität und queerem Leben geben, und Eltern, Angehörigen und Zugehörigen von trans* und queeren Menschen einen diskriminierungsfreien und wertschätzenden Raum bieten, Vorbehalte, Wut, Enttäuschung, Versagensängste, Schuldgefühle usw. zu benennen.

Legt der_die Partner*in ihre Transidentität offen und entschließt sich, in ihrem Zielgeschlecht zu leben, werden damit auch eigene Lebens- und Beziehungsentwürfe in Frage gestellt. Manchmal hat man das Gefühl, vor einem Scherbenhaufen des gemeinsamen Lebens zu stehen. Trauer über den Verlust des bisherigen gemeinsamen Lebens und auch Enttäuschung über den_die Partner*in finden hier ihren Raum. Aber auch Wut. Manchmal kann dann ein von Wut getragenes Verhalten verletzend oder sogar gewalttätig sein. Auch darüber möchten wir reden.

Wann:  dienstags, 18h bis 19.30h, alle 2 Wochen
Wo: Kasseler Str. 1A (Ökohaus), Westflügel Raum 506, Frankfurt

Anmeldung: beratung@broken-rainbow.de oder unter 069 / 43 00 52 33